Ist ein Hauskauf weit ab von der Großstadt falsch verstanden Dorfromantik, der nächste Schritt in die Schrulligkeit oder vielleicht eine bewusste kulturpolitische Entscheidung in Zeiten, in der in den Metropolen alle zu wissen glauben, wie der Hase läuft in der Provinz (und warum der Ostmensch tickt, wie er tickt)? Wessen Geschichten gilt es zu entdecken, welche Bilder zu korrigieren, und wem gehören eigentlich die Häuser?
Es geht um Klischees und Arroganz, krude Projektionen & leuchtende Illusionen und neue Beziehungen. Und natürlich auch um Buntlack, Schaltkreise und Bakelitschalter. Um das Bauhaus in Dessau und diejenigen, die das Bauhaus 1926 eingeladen haben und 1932 wieder verjagt. Und um diejenigen, die dasselbe 2026 wieder vorhaben.
2025 sind die Gemeinschaftsduschen im Bauhaus Dessau Vergangenheit und ich trinke seit vier Jahren keinen Alkohol mehr. Dafür hat die Poesie der Türdrücker und Lichtschalter Einzug in mein Leben gehalten. Aber natürlich nicht nur die Poesie. Das Bauhaus lässt sich so wenig unabhängig von der Stadt betrachten, in die es 1925 geholt und aus der es 1932 vertrieben wurde, wie sich mein Haus unabhängig von dieser Stadt beschreiben lässt.
VORPREMIERE
Sonntag, 15. März 2026, 17 Uhr im Sonntagssalon von Michaela-Maria Mueller
PREMIERE OCELOT BERLIN
Donnerstag, 9. April 2026, 19 Uhr

